Am Kap Arkona stehen mehrere Türme aus unterschiedlichen Epochen der Seezeichen- und Nachrichtentechnik. Zusammen bilden sie ein Ensemble, an dem sich die technische Entwicklung der Küstennavigation besonders gut ablesen lässt.
Der älteste Bau ist der sogenannte Schinkelturm. Der quadratische Backsteinturm wurde im 19. Jahrhundert errichtet und diente ursprünglich als Leuchtfeuer. Direkt daneben steht der höhere Leuchtturm von 1905, der weiterhin als Seezeichen genutzt wird. Seine Aussichtsplattform ist über 164 Stufen erreichbar.
Etwas abseits befindet sich der Peilturm aus dem Jahr 1927. Er wurde für die Funknavigation gebaut und besitzt heute ebenfalls eine öffentlich zugängliche Plattform.
Jeder Turm entstand für eine andere technische Aufgabe. Gemeinsam zeigen sie, wie Architektur auf die Anforderungen von Schifffahrt, Orientierung und Küstensicherung reagierte.
Die exponierte Lage an Rügens Nordküste verstärkt diesen Eindruck. Von den Plattformen reicht der Blick über die Ostsee, die Steilküste und bei klarer Sicht bis weit über die Halbinsel Wittow.




