Waren ist ein Ort, bei dem man schnell am Wasser hängen bleibt. Müritz, Hafen, Altstadt, eigentlich genug für einen ganzen Tag. Wir schlagen trotzdem vor, die Stadt für ein paar Stunden zu verlassen. Denn etwas abseits der bekannten Wege wartet ein kleiner See, der für uns zu den schönsten Entdeckungen in der Mecklenburgischen Seenplatte gehört. Unser perfekter Tag rund um Waren verbindet deshalb gutes Essen, eine Wanderung durch die Endmoränenlandschaft und zum Abschluss einen Besuch im Müritzeum.
Picknick: Erst einmal Proviant besorgen
Bevor es losgeht, führt ein kleiner Umweg nach Moltzow. Bei Bluhm’s Delikat gibt es genau die Dinge, die einen Picknickkorb besser machen: hausgemachte und regionale Spezialitäten, Feinkost und allerlei Leckereien zum Mitnehmen.
Also: einpacken, was gefällt, und weiter Richtung Alt Gaarz. Dort beginnt unsere Wanderung.
Wandern: Einmal um den Bergsee
Der Bergsee liegt am Ende einer Kette von sechs kristallklaren Eiszeitseen, die sich von Klocksin über Sophienhof bis Alt Gaarz zieht. Umgeben ist er von den Hügeln der Endmoränenlandschaft, Wald und erstaunlich viel Ruhe.
Vom kleinen Badestrand in Alt Gaarz führt ein gut ausgeschilderter Rundweg etwa eine Stunde am See entlang. Der Weg verläuft unter alten Bäumen, vorbei an moosigem Waldboden und immer wieder direkt ans Wasser. Dazwischen finden sich kleine Badestellen, an warmen Tagen also unbedingt Badesachen einpacken. Funktioniert aber auch zu den anderen Jahreszeiten. Im Winter knirscht der Schnee unter den Schuhen, das ist zauberhaft.
Und irgendwo am Ufer ist dann auch der richtige Platz für den mitgebrachten Proviant gefunden.
Kultur: Natur noch einmal anders
Danach geht es zurück nach Waren und ins Müritzeum. Das NaturErlebnisZentrum widmet sich der Landschaft, Tierwelt und Naturgeschichte der Mecklenburgischen Seenplatte. Herzstück ist die große Aquarienlandschaft mit heimischen Süßwasserbewohnern, darunter auch ein Maränenbecken mit 100.000 Litern Wasser.
Spannend ist das Müritzeum aber auch architektonisch: Der markante Neubau mit seiner dunklen Holzfassade liegt unmittelbar am Herrensee und verbindet moderne Architektur mit den historischen Sammlungsgebäuden.
So endet unser Tag dort, wo er begonnen hat: bei der Landschaft. Nur diesmal nicht mitten im Wald, sondern mit etwas mehr Wissen darüber, was uns draußen eigentlich begegnet ist.







