Wer Branitz hört, denkt meist zuerst an Hermann Fürst von Pückler-Muskau. 2026 lohnt sich jedoch ein Perspektivwechsel: Zum 250. Geburtstag von Fürstin Lucie Pückler rückt ihr Anteil an der Entwicklung von Schloss und Park stärker in den Mittelpunkt.
Im Pleasureground erzählt eine Ausstellung an fünf Stationen von den frühen Veränderungen rund um das Schloss und davon, welche Rolle Lucie dabei spielte. Im Schloss selbst folgt die Ausstellung „Die Dame/n des Hauses. Eine Spurensuche“ ihren Spuren anhand von Möbeln, Gemälden, Briefen und persönlichen Gegenständen.
Besonders anschaulich wird ihre Geschichte direkt vor dem Schloss. 2026 wurde dort das historische Kronenbeet rekonstruiert. Darin erscheint wieder das sogenannte „Schnucke-S“ – ein von Rosen umranktes S, das als persönliches Zeichen Lucies galt. Auch weitere historische Gartenelemente wurden wiederhergestellt.
Damit lässt sich Branitz nicht nur als Landschaftskunstwerk lesen, sondern auch als gemeinsames Projekt zweier Menschen. Historische Gärten erzählen schließlich nicht allein davon, wie sie aussehen, sondern auch davon, wer Entscheidungen traf, Pflanzen auswählte und Räume formte.
Das Themenjahr „FRAUENREICH“ läuft noch bis zum 1. November 2026. Der Park ist ganzjährig zugänglich.






