Unter dem rostfarbenen Schleier der langen Geschichte ist das Gutshaus von Kobrow noch heute spürbar, ein zweigeschossiger Putzbau über einem hohen Kellergeschoss, um 1860 im neogotischen Stil errichtet. Ein rechteckiger, dreigeschossiger Turm mit Zeltbedachung und Uhr ragt nicht ganz mittig aus der Fassadenflucht hervor, über dem Eingang zwei Adelswappen, eines davon der Familie von Bülow, das andere der Familie von Zeppelin, Zeugen einer wechselvollen Besitzgeschichte, die sich vom 17. Jahrhundert bis zur Aufsiedelung nach 1932 durchzieht.
Die zum Verkauf stehende Haushälfte öffnet den Blick auf das sorgfältig restaurierte Innere: Im Gewölbekeller existiert eine alte Gutsküche mit gemütlichem gusseissernen Kaminofen, im Erdgeschoss ist eine kleine Gästewohnung mit privatem Bad fertiggestellt, daneben liegt eine Küche, ein Essbereich und ein Salon, die nahtlos zur fast fertigen Terrasse führen. Im ersten Obergeschoss gruppieren sich mehrere Schlafzimmer und ein eigener Gästebereich, welcher mit dem charmanten Turmzimmer verbunden ist. Dieses wird derzeit als Schlafzimmer genutzt. Dazu bietet dieses Geschoss eine großzügige Ausbaureserve.
Das Dach ist mit Teerpappenschindeln gedeckt; das Gebälk befindet sich in gutem Zustand, die Dacheindeckung bedarf jedoch einer Erneuerung, die zukünftigen Gestaltungsspielraum eröffnet.
Mit seiner Mischung aus bereits vollendeten Wohnbereichen, ausbaufähigen Flächen und der historischen Ausstrahlung bietet diese Gutshaushälfte die seltene Gelegenheit, ein denkmalwertes Gebäude nach eigenen Vorstellungen weiterzuführen und zugleich Teil seiner fortgeschriebenen Geschichte zu werden.