Bauernhaus, Denkmal
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Bauernhaus am Rand der vorpommerschen Feldflur
Denkmalgeschützte Hofstelle aus der Zeit um 1820
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Kaufpreis

Objektbeschreibung
Unter dem Kronendach alter Laubbäume öffnet sich ein weiter Hof. Das langgestreckte Bauernhaus steht an einer großen, zusammenhängenden Grünfläche; im rechten Winkel dazu schließt der massive Stall aus rotem Ziegelmauerwerk die historische Hofstruktur ab. Wilder Wein zieht sich über Teile der Wohnhausfassade und verbindet das niedrige Gebäude optisch mit dem alten Baumbestand.
Das denkmalgeschützte Bauernhaus wurde um 1820 errichtet. Einen unmittelbaren Hinweis auf seine Entstehungszeit gibt die Jahreszahl „1823“, die sich in frischem Lehm an einem Gefach im ausgebauten Dach erhalten hat. Seine Konstruktion folgt der ländlichen Bauweise der Region: Fachwerk, Ziegel und Lehm gehören ebenso zur Substanz wie Holzfenster, Holzböden und Holztreppen. Die Deckenhöhe beträgt etwa 2,20 Meter. Auf rund 150 Quadratmetern Wohnfläche verteilen sich fünf Zimmer und ein Bad. Zwei Kamine beziehungsweise Feuerstellen mit zwei Zügen verweisen auf die traditionelle Beheizung des Hauses; derzeitiger Energieträger ist Holz.
Das Wohnhaus befindet sich in einem weitgehend freigelegten Ausbauzustand. Verkleidungen, Einbauten und jüngere Ausbauphasen wurden außen und in weiten Teilen des Innenbereichs zurückgebaut. Fachwerk, Wandaufbauten und weitere Teile der historischen Konstruktion liegen dadurch offen. Der bauliche Zustand und der Sanierungsbedarf lassen sich damit in großen Bereichen unmittelbar erfassen.
Für die Sanierung liegen bereits vier maßstäbliche Fassadenansichten, ein Grundriss des Wohnhauses, ein Holzschutzgutachten sowie die denkmalrechtliche Genehmigung vor. Damit steht für die weitere Planung eine umfängliche Grundlage zur Verfügung, auf deren Basis einzelne Gewerke vorbereitet und Angebote von Fachfirmen eingeholt werden können.
Die denkmalrechtliche Genehmigung erfasst die vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen; eine zusätzliche Baugenehmigung ist hierfür nicht erforderlich. Damit entfällt für diese Maßnahmen ein weiteres Genehmigungsverfahren, und die Sanierung kann nach Eigentumsübergang und organisatorischer Vorbereitung auf Grundlage der vorhandenen Planung begonnen werden. Für Aufwendungen im Zusammenhang mit der Sanierung eines Baudenkmals können unter den gesetzlichen Voraussetzungen steuerliche Vergünstigungen im Rahmen der Denkmal-AfA in Betracht kommen.
Im rechten Winkel zum Wohnhaus steht der historische Stall. Sein langgestreckter Ziegelbau, das hohe Dach und die verschiedenen Zugänge lassen seine frühere Funktion als Wirtschaftsgebäude weiterhin erkennen. Mit rund 120 Quadratmetern Nutzfläche könnte er nach entsprechender Prüfung Raum für Werkstatt, Atelier, Lager oder eine Verbindung von Wohnen und Arbeiten bieten.
Zum Angebot gehört zunächst ein Grundstück von 5.680 Quadratmetern. Die Fläche umfasst die Hofstelle mit Wohnhaus und Stall und führt vom geschützten Hofraum in die offene Landschaft. Große Bäume schaffen Schatten und gliedern das Grundstück, ohne den Blick auf das Ensemble zu verstellen. Drei Stellplätze sind vorhanden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das Grundstück um eine weitere Fläche auf insgesamt 8.940 Quadratmeter zu erweitern.
Die Hofstelle steht zugleich in einem baulichen Zusammenhang mit weiteren historischen Gebäuden des Dorfes. Dreiseithof, Schnitterkaten, Neusiedlerhaus und Kirche erinnern an unterschiedliche Phasen und Funktionen der ländlichen Siedlungsentwicklung. Das Bauernhaus bildet den Abschluss dieser Bebauung. Hinter dem Grundstück beginnt unmittelbar die Feldflur.
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