Ein Schloss zu Weihnachten? Was heute selbst als außergewöhnliches Geschenk kaum vorstellbar wäre, wurde 1698 für den zehnjährigen Kronprinzen Friedrich Wilhelm Wirklichkeit. Seine Eltern schenkten ihm Schloss Königs Wusterhausen, jenes Haus, das der spätere „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. später regelmäßig als Herbstresidenz nutzte.
An diese ungewöhnliche Geschichte knüpft die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten am 12. Dezember 2026 an. In halbstündlichen Kurzführungen geht es um königliche Weihnachtsbräuche, Geschenke und damit um eine Zeit, in der Weihnachten am Hof ganz anders aussah als heute.
Auch unabhängig vom Advent lohnt sich der Blick ins Schloss. Bemerkenswert sind vor allem 40 Gemälde, die Friedrich Wilhelm I. eigenhändig malte. Sie zeigen eine überraschend persönliche Seite eines Königs, der vor allem mit Militär, Sparsamkeit und preußischer Disziplin verbunden wird.
Zum Schloss gehört außerdem ein Garten, dessen barocke Grundstruktur heute wieder erkennbar ist und zu den frühen französisch beeinflussten Anlagen der Region Berlin-Brandenburg zählt.
Eine Anmeldung beim Schloss ist erforderlich unter 0337.52 11-700 oder schloss-koenigswusterhausen@spsg.de







